Auch der längste Marsch beginnt mit dem ersten Schritt. (Laotse)

Die letzten Monate war es hier sehr ruhig. Vielleicht wäre es besser gewesen, den „Absturz“ detailliert zu schildern, es hätte mich vielleicht vor etlichen Sünden bewahren können. Doch es fehlte einfach an der Zeit. Nicht nur zum Schreiben, sondern auch wirklich bewusst und reflektiert den eingeschlagenen Weg weiterzugehen. Doch das alte Muster war stärker als jemals zuvor ausgeprägt: Stress- und Frustfressen. Und wie gehabt vorzugsweise zuckerhaltige Sachen, weil das Gehirn im Stress permanent nach Nachschub schreit. Deutlich mehr Kalorien zugeführt als verbraucht. Das Resultat: 3 kg mehr – von 76 auf 79 kg.

Chronischer Schlafmangel (da hilft auch die tolle neue Matratze nicht), ständige Anspannung und keine Entspannung. Wenigstens halte ich immer die 10.000 Schritte jeden Tag ein. Sonst wäre die Gewichtszunahme mindestens das Doppelte.

Momentan ist auch keine Änderung der angespannten Situation möglich. Ich hoffe inständig auf den nächsten Monat.

Aber ich zwinge mich jetzt, meinen heißgeliebten Latte in einem anderen Mischungsverhältnis zu trinken. So mag ich ihn geschmacksmäßig am liebsten: MILCHkaffee. Und das Verhältnis drehe ich nun zu MilchKAFFEE um. Denn zu viel Milch macht mir Probleme, nicht nur kalorienmäßig.

Einerseits liebe ich meine Kaffeemaschine und probiere gern unterschiedliche Kaffeesorten aus. Mischen, mahlen, aufbrühen – ist für mich ein Ritual geworden mit einem Moment des Innehaltens und der Entspannung. Doch es kommen immer MILCHkreationen heraus 😉

Werde eine Zeitlang auf Kaffepads umsteigen, um den Milchverbrauch zu drosseln. Die schnelle Variante …

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schließen sich nicht zwangsläufig aus, tun es aber häufiger, als man denkt. Noch extremer die Kombination Fettleibigkeit (wie bei mir) und erholsamer Schlaf.

Ja, es ist schon übermorgen – gestern konnte ich des Rätsels Lösung noch nicht präsentieren. Denn sie braucht insgesamt 48 Stunden, um sich vollends zu entfalten. Und nun ist sie wirklich üppig und drall und wirkt sehr einladend: meine neue Matratze.

Ich will obige Aussage nicht verallgemeinern, aber vielleicht ist mein Erfahrungsbericht ein Hinweis für den ein oder anderen Leser, mal bei sich selbst auf Forschungsreise im Schlaflabor zu gehen 🙂

Die letzten genutzten Exemplare über einige Jahre waren alle preisgünstige, aber qualitativ hochwertige Kaltschaummatratzen. Härtegrad H2, also mittelhart (ausgelegt bis zu 80 kg Körpergewicht). Sie blieben auch in Form, ich wendete sie regelmäßig, um einer einseitigen Abnutzung vorzubeugen. Von daher war ich sicher, das bestmögliche Hilfsmittel für einen erholsamen Schlaf zu haben.

Vor einigen Monaten bemerkte ich, dass ich mich nicht nur nach einer ausgiebigen Nachtruhe, sondern auch nach einer Siesta gerädert und verspannt fühlte. Erst schob ich es der Krankheit zu, dass ich eben viel zu lange liegen musste. Danach glaubte ich, dass es der enorm hohe Arbeitsstress ist. So habe ich mich riesig gefreut, dass ich im Urlaub erst in dem Doppelbett und später im Kinderbett des Ferienhauses himmlisch geschlafen habe und super erholt aufgewacht bin. Klar, war ja auch Urlaub …

Zurück zu Hause fing das Theater wieder von vorn an. Wobei es an den Wochenenden schlimmer war als in der Woche. Von „endlich ausgeschlafen“ war keine Rede. Im Gegenteil, je länger ich im Bett lag, desto stärker waren die Verspannungen. Unter der Arbeitswoche war es bei nur maximal 5 Stunden Schlaf morgens erträglicher. Da wurde ich stutzig, kam aber immer noch nicht drauf. Den letzten Hinweis bekam ich durch das „Fremdschlafen“ auf einer nagelneuen Gäste-Klappmatratze. Nicht vergleichbar mit einer Bettmatratze und trotzdem ultimativ guter Schlaf mit entspanntem Körper beim Aufwachen. Hallo?!?

So habe ich meine Matratze mal akribisch aufs Korn genommen. Keine sichtbare Kuhle, wo der Körperschwerpunkt (nämlich das Becken) aufliegt. Doch fühlbar sinkt er deutlich tiefer ein als der Schulterbereich. Also ist das Schaummaterial ermüdet. Es kann sich zwar insoweit regenerieren, dass es sich nach der Belastung wieder in die Ausgangsposition bringt (also keine sichtbare Kuhle), aber die Stützfunktion ist nicht mehr gegeben. Was zur Folge hat, dass der Oberkörper nachts „krampfhaft“ versucht, die obere Position auf der Matratze beizubehalten und nicht hinunter zu rutschen, weil sich eine leichte Schräge bildet. Das verursacht die Verspannungen, häufiges Aufwachen und das Gerädertsein am Morgen.

Bei der Auswahl der neuen Matratze habe ich einige Überlegungen angestellt. Härtegrad muss diesmal H3 (80 – 110 kg) sein, auch wenn ich nun eine Gewichtsklasse drunter liege – aber kurz vor der Grenze 😉 Statt Kaltschaum habe ich mich für Tonnentaschen-Federkern entschieden, weil mein Schlafsofa das auch hat und selbst durch hohe Beanspruchung (Sitzen, Liegen) in den letzten 4 Jahren keine Abnutzungserscheinungen aufweist.

Wie man sich bettet, so liegt man … besser gesagt: schläft man. Binsenweisheit, die aber gerade in den höheren Gewichtsklassen ihre Gültigkeit hat. Und ich bin sicher, dass ich heute Nacht auf der nunmehr entfalteten drallen Schönheit ein himmlisches Schlafvergnügen haben werde. 🙂

Entfalten

muss sie sich, um volle Präsenz zu erreichen. Meint sie und macht das durch ein nachdrückliches „Pffffffffft“ deutlich. Ich solle ihr ein wenig Zeit geben und dann würde ich schon sehen, was aus diesem kompakten und unscheinbaren Ding wird. Mmmmh … irgendwie erscheint mir das wie eine Metapher. Blähen wir uns auch manchmal auf, um endlich wahrgenommen zu werden? Um mit einem starken und schwergewichtigen Auftritt die erhoffte Präsenz zu bekommen? Vielleicht. Und irgendwann kommt der Punkt, wo wir uns wünschen, man könnte uns in Nullkommanix wieder auf ein handliches und relativ zierliches Maß schrumpfen lassen. Ohne selbst etwas tun zu müssen.

Worum es genau geht … dazu morgen mehr 🙂

Die Zeit fliegt

doch zum Glück ist das Gewicht diesen Monat konstant geblieben: mit der 76 vor dem Komma. Dahinter tummeln sich die Grammzahlen munter auf und ab. Ich bin damit momentan zufrieden, wenn ich bedenke, dass ich dieses Gewicht das letzte Mal vor 10 Jahren hatte … Doch natürlich will ich noch deutlich weniger auf den Rippen haben.

Die Kur mit den Tabletten gegen die Hefepilze ist nun nach 3 Monaten beendet. Die Kapseln mit den „guten“ Bakterien werde ich zur weiteren Unterstützung noch 3 Monate nehmen. Gelockert sind damit auch die Auflagen, weitestgehend auf Zucker und Weißmehl zu verzichten. Endlich steht auch wieder Obst und süßes Gemüse auf dem Speiseplan 🙂 Einmal die Woche darf ich mir eine süße Sünde gönnen: Kuchen, Eis, Schokolade oder so …

Vor allem freut es mich mit dem Obst. Denn ich mag es auch sehr gern in Salaten, die ich fast täglich esse. Da schnippel ich querbeet entweder Äpfel, Birne, Pfirsiche, Erdbeeren, Melone, Weintrauben oder sonstiges Obst rein. Nein, es wird dann kein Obstsalat, sondern ein bisschen Obst verleiht jedem normalen bunten Salat den letzten Pfiff – nach meinem Geschmack. Von daher lasse ich Smoothies weg, Salat ist mir lieber.

In dem ganzen Stress, den ich um die Ohren habe, ist nun das Ritual des Kaffeezubereitens für mich eine Art Meditation geworden, um mal kurzzeitig abzuschalten. Zuhause – im Büro sind die Pads nunmal deutlich schneller.

Kaffee schmeckt tatsächlich am besten, wenn die Bohnen ganz frisch gemahlen sind. Und ich habe mittlerweile etliche verschiedene Sorten im Schrank. Da wird gemixt, was das Zeug hält, bis meine Nase sagt: „Oha, das riecht aber lecker!“ Und diese Meldung ist tagesformabhängig. Mal stärker, mal würziger, mal milder. Also mahlen, den Siebträger befüllen, Maschine anwerfen und tief einatmen, wenn sich die erste Aromawolke nach dem Vorbrühen entfaltet. Zuschauen, wie sich die Tasse füllt, wie sich die Crema darauf entfaltet und dann einen guten Schuss Vollmich hineingeben. Oder beim Latte die einzelnen Schichten sorgfältig auffüllen.

Die höchste Steigerung ist der Genuss mit geschlossenen Augen, das Aroma sowohl mit dem Geruchs- als auch dem Geschmackssinn auskosten. Beim Latte hingegen schaue ich gern zu, wie sich die Schichten langsam im Glas verbinden. Da bin ich dann völlig weg von dieser Welt.

Ein Pott Kaffee ist übrigens auch mein „Rettungsmittel“ erster Wahl, wenn mich plötzlich eine Heißhungerattacke oder der Yieper nach Süßem überkommt. Bei Yieper streue ich Zimt auf die Crema.

Schockschwerenot!

Die alte Waage war für mich immer das Maß aller Dinge … Seit gestern habe ich ein neues (digitales) Teil, weil ich gerne die zusätzlichen Informationen wie BMI, Fettanteil usw. haben möchte.

Das Foto auf der alten Waage war durchaus passend: Ein Gefühl wie auf glühenden Kohlen, wenn die Anzeige einem die Wahrheit präsentierte … Was war ich doch stolz, auf dem Weg vom Ausgangspunkt 85 kg mich nun hinunter gearbeitet zu haben auf 74 kg. Öhm … ja – bis ich heute Morgen auf die neue Waage stieg. Da blinkte mir plötzlich eine Zahl von 76,3 in großen digitalen Ziffern entgegen! Schock hoch drei. Erstmal wieder runter gestiegen, noch zwei Versuche. Doch die Zahl änderte sich nicht.

Bedeutet, dass mir die alte Waage immer zwei Kilo weggeschummelt hat! Nach dem ersten Schock muss ich nun damit leben, dass mein erreichtes Gewicht nicht 74, sondern 76 kg beträgt. Doch es bedeutet auch, dass der Ausgangspunkt nicht bei 85, sondern 87 kg lag! Der Schock war noch größer.

Was gibt’s Neues

an der Kalorienfront? Eingestiegen bin ich mit einer wackligen 74 auf der Waage in den Monat Mai. Also 2 Kilo weniger als im April. Diese 74 hat sich verfestigt und klebt und klebt und klebt seitdem, da wackelt nix (in die niedrigere Richtung). Trotzdem bin ich zufrieden. Denn ich konnte mal wieder feststellen, welche Faktoren es mir schwer machen. Am einfachsten ist es für mich im Urlaub. Da lebe ich meinen ureigenen Biorhythmus, bei dem ich auch genügend Schlaf bekomme, und Essen ist kein Thema, das mich ständig gedanklich beschäftigt. So war es auch in der ersten Urlaubswoche.

In der zweiten Woche wurde es schwierig, als meine Eltern zu Besuch kamen. Das Thema „Essen“ brachte einige Konflikte mit sich und ich habe tatsächlich um des lieben Friedens willen einige Male „gesündigt“.

Zurück im Arbeitsalltag wurde es durch den Stress wieder schwierig, ich lechze wahnsinnig oft nach Süßigkeiten oder dicken Brotstullen. Hinzu kommt wieder Schlafmangel, den ich nicht in den Griff kriege. Sämtliche Versuche, abends früher ins Bett zu gehen, haben keine Erhöhung des Schlafpensums gebracht. Im Gegenteil, ich wache morgens total gerädert auf, weil ich erst lange nicht einschlafen kann und der späte Schlaf dann noch durch häufige Aufwachphasen geprägt ist. Also alles andere als ausgeruht und frisch.

Hinzu kommt der Frust, dass das Gewicht stagniert. Ob ich wenig oder gar nichts esse, es bewegt sich nix. Obendrein auch noch die ersten Schübe der Neurodermitis, obwohl ich ja brav die Medikamente zur Stärkung der guten Bakterien und zur Vernichtung von Hefepilzen nehme. Kopfhaut und Rücken sind derzeit betroffen. Doch dieses Mal habe ich meinen Schweinehund im Griff, der mir was von „Frustfressen“ ins Ohr flüstert.

Doch, ich bin selbst mit der Stagnation zufrieden. Viel erwarten kann ich sowieso nicht in den nächsten Monaten, da der Bewegungsradius durch sommerliche Temperaturen eingeschränkt wird. Ziel ist es, die 74 kg wenigstens zu halten, bis die aktive Zeit im Herbst wieder anbricht.

Wie üblich – doch diesmal in einer völlig anderen Form. So habe ich keine Sorge, dass ich die Sünden wieder abspecken muss. Beim Einkaufen fiel mir frischer Bärlauch in die Hände. Hurra! Damit wurde das selbstgebackene Dinkel-Vollkornbrot üppig aufgepeppt.

Sowas von lecker! Zweimal zwei Brote (je 250g) gebacken (ich habe nur kleine Kastenformen) und einige Scheiben ofenfrisch genossen. Den größten Teil habe ich eingefroren. Dazu gab es Feldsalat mit Erdbeeren und Pinienkernen, angemacht mit einem Himbeer-Balsamico-Dressing aus dem Tütchen.

War also an den Feiertagen ein Schlemmen ohne Reue. Nach Fotografieren des Osterbildes habe ich die Schokoladenversuchung natürlich außer Sichtweite deponiert 🙂 Es läuft momentan ganz gut, auch wenn die Waage keine Änderung vermeldet. Doch ich spüre die abnehmende Tendenz an den Klamotten. Wird alles lockerer. Außerdem kann ich keine Wunder erwarten. Ausdauer ist angesagt, weil das Ziel noch ganz weit in der Ferne liegt. Fliegenschiss am Horizont.

Die Probiotika haben gut angeschlagen. Ich fühle mich jetzt einfach besser und einige gesundheitliche Dinge ändern sich langsam. Bisher nachts kein Sodbrennen mit Reflux mehr. Meine tagesformabhängige Laktoseintoleranz ist weg. Und toi, toi, toi – meine Haut hält noch Ruhe. Die ersten beiden Wochen waren sehr schwankend und oft ging es mir gar nicht gut. Kopfschmerzen, bleierne Müdigkeit, Magen- und Darmprobleme. Ist wohl das, was sich homöopathisch „Erstverschlechterung“ nennt. Kann auch sein, dass es Symptome vom Zuckerentzug waren.

In Gedanken feuere ich die „guten“ Bakterien immer an, wenn ich die Tropfen oder Tabletten nehme: GO, GO, GO!!!! Und stelle mir vor, wie die blöden Hefepilze Massendemonstrationen veranstalten: ZUCKER! WEISSMEHL! Worüber ich grinse und sage: no go!

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